Was hat Corona mit holistischer Transformation zu tun?

von | Apr 10, 2020 | Blog, Blogcast | 0 Kommentare

30.03.2030. Heute sitzen wir wie jedes Jahr wieder mit unseren Freunden zusammen und gedenken dem Frühjahr 2020. Aber nicht in Trauer. Auch wenn Transformation niemals frei von Schmerzen und Opfern ist. Im Gegenteil. Und doch wird Corona immer der Inbegriff für den Auslöser dieser globalen Transformation bleiben. Der Initiator. Der Beginn einer neuen Zeit. Und birgt es nicht einen gewissen Sarkasmus, dass die Natur es selbst in die Hand genommen hat? Mit einem Grippevirus, der die gesamte Weltwirtschaft lahmlegte? Der Tag an dem die Welt stillstand. Wie das letzte Benzingetriebe Auto, das mit leerem Tank am Straßenrand ausrollte.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie Donald Trump im März 2020 verkündete, dass die Krise nicht mehr drei oder vier Monate dauert. „Die Menschen wollen zurück zur Arbeit“, rief er damals in die Mikrofone. Dabei sah er wohl einfach seine Widerwahl gefährdet. Das Regime in China öffnete die Grenzen zur Provinz Wuhan und kehrte nach und nach zum Alltag zurück. Am Ende hätte es aber keinen Unterschied gemacht. Nur dass die wieder aufflammende Pandemie nur noch mehr Leben kostete, als wenn man die Welt lang genug „in Ruhe“ gelassen hätte. 

Es kam alles so wie es kommen sollte. Ein weltweiter Schuldenschnitt. Ein Reset des kapitalistischen Finanzsystems. Und eine längst überfällige Transformation von Gesellschaft und Wirtschaftssystem. Das ging nicht von heute auf morgen. Aber seit Beginn der Krise war ich der gefühlten Überzeugung, dass kein Weg mehr daran vorbeiführen würde. 

Eines muss man dem Planeten, oder was auch immer dahintersteckte, lassen: die Art und Weise die Menschen zum nötigen Erkenntnisgewinn zu bewegen, wäre wohl anders nicht möglich gewesen. Zunächst schlossen die Schulen. Dann wurden die Angestellten ins Homeoffice beordert. Schüler, plötzlich mit der bedingungslosen Aufmerksamkeit und Unterstützung ihrer Eltern konfrontiert erfuhren zum ersten Mal was freies Lernen heisst. Selbstbestimmt, online vernetzt, und durch digitale Tools und Apps supported. Kompakte Fokuseinheiten. Mit überdurchschnittlicher Effizienz absolvierten meine Kids, damals sieben und zehn, ihren Lernstoff deutlich schneller als verlangt. Und irgendwie ging es ihnen deutlich einfacher von der Hand. Man musste nun mal nicht mehr dreißig Kinder gleichzeitig auf ein Niveau zusammenstauchen und durch die Zeugnistür quetschen. Nach und nach wurde das System von Lernen und Entwicklung individueller. Im Weiteren ging die Entwicklung zurück zur intrinsischen Motivation. Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen begannen mehr Energie in die Themen zu investieren, für die sie sich gerade interessierten. Und das waren Themen aus dem Leben. Rückblickend hat die junge Generation entscheidend mitgeholfen, Ideen zu entwickeln für die sich im vollen Gange befindende Transformation. Kein Wunder, wenn man bedenkt, das kreative Lösungen mit Fantasie zu tun haben. 

Und die Angestellten der mittleren und großen Unternehmen? Es hat gar nicht allzu lange gebraucht zu verstehen, dass auch die Erwachsenen im Homeoffice unter den richtigen Umständen deutlich effizienter sind. Oder besser ausgedrückt. In nur der Hälfte der Arbeitszeit waren sie genauso produktiv wie zuvor in acht Stunden Firmen- oder Büroalltag. Als die Krise vorbei war stellten viele Firmen um. Es bleiben deutlich schlankere Steuerzentralen und frei, ortsunabhängig und selbstständig agierende Teams, die sich regelmäßig privat zum Grillen, Billiard oder Bowling trafen. Zeit dafür war plötzlich da. 

Seien wir ehrlich. Man hatte auch vor der Krise schon von Pionieren in Form von Unternehmenslenkern gehört, die das erfolgreich implementiert hatten. Aber ohne den Zwang aus der Situation heraus, hätte es wahrscheinlich noch mal zwanzig Jahre gebraucht. Zwanzig Jahre zu lang. 

Der größte Transformationstreiber aber war die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens. Abertausende Unternehmen und Solo Selbstständige standen durch den Stillstand am finanziellen Abgrund. Der Staat musste sich wie nie zuvor neuverschulden. Und auch das brachte nichts. Denn es fehlte durch die immer wieder verlängerte Quarantäne schlicht der Markt. Kein Wachstumsprogramm konnte dem entgegenwirken. 

Es folgte Beschluss eines weltweiten Schuldenschnitts. Ein kompletter Neustart des Weltwirtschaftssystems unter veränderten Rahmenbedingungen. Aber dazu mehr im nächsten Blogartikel. Nur noch so viel. Endlich war es möglich das Grundeinkommen einzuführen, denn es war einfach alternativlos. Und die Zeit war gekommen. Finanziert wurde es durch eine zuvor jahrelang diskutierte Finanztransaktionssteuer von 0,05% auf jegliche Transaktionen. Egal ob ich mir einhundert Euro vom Bankautomaten zog, oder der Hedgefond binnen Sekunden zehn Milliarden verschob, ohne damit einen erkennbaren Nutzen in der Realwirtschaft zu generieren. Eintausendfünfhundert Euro Grundeinkommen. Für jeden deutschen Bürger. Die Befreiung von der entfremdeten Arbeit. Dem Erwachen aus dem Hamsterrad durch den Stillstand folgten die Fragen: Wer bin ich? Wofür stehe ich? Was will ich? Diese Fragen stehen für den Beginn eines steigenden Bewusstseins in der Welt. 

Im nächsten Blog erzähle ich euch, was daraus bis heute entstanden ist, während ich hier mit meinen Liebsten am Rande eines kleinen Wäldchens sitze und euch das schreibe. Ich höre die Vögel laut singen. So laut wie damals, als die Welt stillstand. 

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